Häufig gestellte Fragen (FAQs)

  • Was ist ein/e Mentor/in?

    MentorInnen sind junge Menschen, die Lust darauf haben, junge Geflüchtete (Mentees) beim Ankommen in Deutschland zu unterstützen. Als ehrenamtliche/r MentorIn begleitest du einen Mentee in einer eins-zu-eins-Mentoringbeziehung über ein Jahr hinweg.

  • Welche Aufgaben hat ein/e Mentor/in?

    Als MentorIn unterstützt du deinen Mentee dabei, in Deutschland Fuß zu fassen. Dazu gehören gemeinsame Freizeitaktivitäten, je nach Bedarf auch Unterstützung beim Erlernen der Sprache, die Suche nach Praktikums-/Ausbildungsplätzen, Wohnungssuche etc.

    Behördengänge sind kein primäres Ziel, gegebenenfalls nehmen MentorInnen hier eine Vermittlerrolle zu anderen Organisationen ein.

    Die MentorInnen werden zu Beginn in vier Seminartagen in den Bereichen Mentoring, interkulturelle Kompetenzen, Umgang mit Traumata, Eigenstabilisierung und Asylrecht geschult. Darüber hinaus werden sie für die Dauer der Beziehung von uns durch regelmäßige Supervisionstreffen begleitet.

  • Wie groß ist der Zeitaufwand als MentorIn?

    Als MentorIn verpflichtest du dich für ein Jahr. Zu Beginn der Beziehung finden Seminare, das Matching und Gemeinschaftsaktionen statt. Das erste, eintägige Seminar findet (an einem Wochenende) vor dem Kennenlernen des Mentees statt. In den ersten drei Wochen des Kennenlernens finden an drei Nachmittagen Gemeinschaftsaktionen statt, und zusätzlich an einem Vormittag das Matching. Danach triffst du dich selbstständig mit deinem Mentee – etwa einmal die Woche. Begleitet wird die Mentoring-Beziehung durch eine Supervision, die einmal im Monat stattfindet.

  • Was ist ein Mentee?

    Mentees werden die jungen Geflüchteten genannt, die an unserem Programm teilnehmen und von einem/r MentorIn begleitet werden.

    Unsere Mentees sind zwischen 16 und 30 Jahren und besuchen Berufsschulen bzw. befinden sich bereits in einem Ausbildungsverhältnis. Der rechtliche Status variiert stark, manche sind bereits anerkannt, andere befinden sich noch in ihrem Asylverfahren.

  • Was ist ein Matching?

    Sowohl Mentees als auch MentorInnen füllen vor Beginn der Beziehungen Steckbriefe aus. Basierend darauf und auf dem persönlichen Eindruck, den die Mentoring-Koordinatoren in den Seminaren von den MentorInnen bzw. beim ersten Kennenlernen von den Mentees gewonnen haben werden die Beziehungen gematcht.

  • Was ist eine Kohorte?

    Eine Mentoringbeziehung wird bei uns nicht einzeln einfach irgendwann gestartet, es gibt immer Kohorten, in denen mehrere Beziehungen zusammen starten. In den ersten Wochen der Beziehungen gibt es Gemeinschaftsaktionen für alle Mentoringpaare aus der Kohorte, die das Kennenlernen in einer entspannten Atmosphäre ermöglichen. Die Supervision für die MentorInnen findet innerhalb der Kohorten statt und bietet damit eine gute Basis, um sich gegenseitig auszutauschen.

  • Was sind Gemeinschaftsaktionen?

    Gemeinschaftsaktionen sind Treffen der Kohorten, die zu Beginn der Mentoring-Beziehung stattfinden. Dabei wird zusammen gekocht, gewandert oder gespielt. In diesem Rahmen lernen sich alle MentorInnen und Mentees besser kennen. Es gibt drei pro Kohorte.

  • Was ist ein/e Mentoring-KoordinatorIn (MeKo) und welche Aufgaben hat er/sie?

    Mentoring-KoordinatorInnen (MeKos) begleiten eine oder mehrere Kohorten, führen die Seminare für MentorInnen sowie das Matching durch und begleiten die MentorInnen während der gesamten Beziehung. Dies schließt einerseits die Durchführung der Supervisionstreffen ein, andererseits den Kontakt zu Schulen und BetreuerInnen der Mentees. Als Vermittler und Ansprechpartner haben sie somit eine sehr kommunikative Rolle.

    Unsere MentorInnen werden durch speziell zugeschnittene 11-tägige Seminare zu den Themen Mentoring, Supervision, Interkulturelle Kompetenzen, Umgang mit Traumata, Eigenstabilisierung und Asylrecht ausgebildet. Danach sind sie nicht nur optimal für die Begleitung der MentorInnen vorbereitet, sondern können auch nach dem Konzept von Chancen gestalten Vereine an neuen Standorten gründen.

  • Wie groß ist der Zeitaufwand als Mentoring-Koordinator/in?

    Am Beginn der Karriere als Mentoring-KoordinatorIn steht die 11-tägige Ausbildung. Anschließend folgt die eigene Durchführung der vier Seminartage für MentorInnen, die Durchführung des Matchings, sowie Anwesenheit bei den Gemeinschaftsaktionen. Die Begleitung einer Kohorte während eines Jahres schließt darüber hinaus die Vorbereitung und Durchführung der Supervisionen, den Kontakt zu Schulen oder BetreuerInnen sowie Teamtreffen mit anderen MeKos mit ein – diese sind Termine, die jeweils einmal im Monat anstehen.

  • Was ist ein Standort?

    Bislang gibt es Chancen gestalten als Verein an den Standorten Heidelberg und Passau. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, einen Standort ohne Vereinsgründung zu starten.

    Weitere Standorte befinden sich derzeit in Osnabrück, Berlin und Nürnberg im Aufbau. Du hast Interesse, das Konzept von Chancen gestalten auch in deine Stadt zu bringen? Dann schau mal hier vorbei: http://www.chancengestalten.org/start/

  • Was ist der Unterschied zwischen dem Netzwerk Chancen gestalten gUG i.G. und den einzelnen Vereinen in den Standorten?

    Das Netzwerk Chancen gestalten gUG i.G. fungiert als Dachorganisation der einzelnen Vereine und Standorte. Dies bedeutet, dass der Aufbau neuer Standorte durch die gUG i.G. koordiniert und begleitet wird – die gesammelte Erfahrung von bereits bestehenden Standorten kann so weitergegeben werden und erleichtert den Start in neuen Städten. Weitere Aufgaben des Netzwerks Chancen gestalten sind außerdem die Durchführung der Seminare für Mentoring-KoordinatorInnen sowie die Begleitung und Vernetzung der bestehenden Vereine und Standorte.

    Die gUG i.G. agiert also überregional, vernetzend und als Multiplikator, die Vereine und Standorte hingegen lokal und direkt.

  • Wie ist ein Verein aufgebaut?

    Der Verein besteht aus dem Mentoringteam, dem Netzwerkteam, dem Eventteam und dem Team für Politische Bildung. Jedes Team wird von einem oder zwei TeamleiterInnen geleitet. Alle TeamleiterInnen treffen sich in regelmäßigen Abständen und bilden zusammen den Vorstand. Zu diesem gehören zudem ein/e SchatzmeisterIn, der/die die Finanzen im Blick behält und zusätzlich zwei Vorstandsvorsitzende, die den Überblick über das Vereinsgeschehen im Blick behalten und außenvertretungsberechtigt sind.